OTTO HEIL - Weitblick und Augenmaß durch innovative Lösungen und umfassendes Know-how im Bau

Die Firma OTTO HEIL ist stolz auf mehr als 100 Jahre Firmengeschichte.

Rechts der Firmengründer Engelbert Heil (1893)

Vor einhundert Jahren eröffnete Engelbert Heil ein Bauunternehmen in Bad Kissingen, das er mit großem unternehmerischen Mut und hohem handwerklichen Können aufbaute. Aus dem kleinen Betrieb von damals hat sich ein renommiertes unterfränkisches Bauunternehmen entwickelt, welches längst seinen handwerklichen Wurzeln entwachsen ist. Heute wird das Unternehmen zusammen mit hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitern geführt. An der Spitze des Unternehmens stehen die Gesellschafter in vierter Generation: Peter Heil jun. und Christoph Heil.

Baustelle von 1908

Die ersten 75 Jahre
Anfang des 20. Jahrhunderts steckte die Mechanisierung der Bauwirtschaft noch in den Kinderschuhen. Die Arbeit am Bau wurde dominiert von der Muskelkraft der Handwerker und von Pferdegespannen, die für den Materialtransport sorgten. In dieser Zeit eröffnete Engelbert Heil nach Wanderschaft, Wehrdienst und Studium am Würzburger Bautechnikum mit einer Handvoll tüchtiger Mitarbeiter sein Bauunternehmen.

Zur gleichen Zeit entwickelte sich der Kurort Bad Kissingen rasch, der Bedarf an neuen Hotelgebäuden und Sanatorien wuchs und bot dem jungen Unternehmen ein reiches Betätigungsfeld. Die Bauherren wünschten sich für ihre repräsentativen Bauten Natursteinfassaden. Daher eröffnete Engelbert Heil kurz entschlossen einen Steinbruch in der Nähe von Bad Kissingen und baute dort den begehrten Buntsandstein ab. Außerdem gründete der geschäftstüchtige Jungunternehmer eine Ziegelei, um die Versorgung mit Ziegeln sicherzustellen. Das Geschäft florierte und bescherte dem Unternehmen schnell wirtschaftlichen Erfolg.

Das zweite Standbein der Fa. HEIL: die Großgarage in Bad Kissingen (um 1925)

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges brachte die Bautätigkeit indes jäh zum Erliegen; Handwerker und Firmeninhaber zogen in den Krieg. Nur zögerlich erholte sich das Baugeschäft nach 1918. Mehr noch als der Krieg setzte die Inflation der 20er Jahre dem Unternehmen zu. Engelbert Heil verlor einen Großteil seines erwirtschafteten Vermögens, die Inflation zehrte an der verbliebenen Substanz. Solch schwierige Zeiten erfordern flexible Lösungen: Engelbert Heil errichtete 1925 eine Großgarage für die Automobile wohlhabender Kurgäste sowie Zimmer für Chauffeure, eine Tankstelle und einen Reparaturbetrieb, um zusammen mit seinen Bauaufträgen finanziell über die Runden zu kommen.

Familie Maria und Engelbert Heil mit Kindern Otto, Anna und Engelbert (1927)

1929 verstarb der Firmengründer. Der erst 20 Jahre alte Sohn Otto brach sein Ingenieurstudium ab und übernahm den elterlichen Betrieb. Unter Otto Heil entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einer der angesehensten Baufirmen Unterfrankens. Otto Heil errichtete unter anderem einen neuen Schulkomplex in Bad Kissingen, übernahm aber auch Bauaufgaben im Bereich der damaligen Truppenübungsplätze Wildflecken, Hammelburg, im Luftwaffentanklager Oerlenbach oder an den Flugplätzen Schweinfurt und Giebelstadt. Seit 1937 firmierte das Unternehmen aufgrund seiner Aktivitätserweiterungen unter OTTO HEIL Hoch-, Tief- und Straßenbau Bad Kissingen.

Otto Heil bei einer Baustelleneinweisung

Der 2. Weltkrieg katapultierte unser Unternehmen infolge zahlreicher Frontverpflichtungen zur personell und maschinell größten Ausdehnung seiner Geschichte und zu einem Aktionsradius, der fast ganz Europa umspannte. Der Zusammenbruch 1945 führte jedoch zum vorläufigen Ende des Geschäftsbetriebes. Der Maschinenpark war nahezu verloren.

Zum Glück konnte die alte Belegschaft fast verlustfrei die Heimat erreichen und am Wiederaufbau des Unternehmens mitwirken. Als exzellenter Improvisationskünstler entpuppte sich ein Maschinenmeister: Aus mehreren Maschinen und Fahrzeugwracks bastelte er einen kleinen Maschinenpark einsatzfähigen Geräts. Die Maschinen beseitigten Trümmer, behoben Kriegsschäden, wurden für Wiederaufbauarbeiten in und um Bad Kissingen eingesetzt.

Nach der Währungsreform 1948 stieg die Baunachfrage deutlich an, besonders gefragt waren Vielseitigkeit und Flexibilität. Unser Unternehmen baute sein Leistungsangebot aus und ergänzte seine Palette Anfang der 50er Jahre um Wasserversorgungsanlagen, Rohrnetz- und Brückenbau.

Die 50er Jahre
In den 50er Jahren errichteten wir Großbauten für die US-Armee, aber auch für den Bundesgrenzschutz, für die Bundeswehr oder die NATO. 1956 komplettierten wir unsere technische Ausstattung mit der ersten Transportbetonmischanlage im nördlichen unterfränkischen Raum. So war die termingerechte Versorgung vieler Baustellen immer sichergestellt.

Peter Heil sen. (die dritte Generation)

Ebenfalls 1956 wurde unser Betrieb Mitglied im Bayerischen Bauindustrieverband: Unser Bauunternehmen war damit endgültig seinem handwerklichen Ursprung entwachsen. 1969 trat der Enkel des Firmengründers, Diplom-Ingenieur Peter Heil, in die Firma ein. Er erweiterte unter anderem die Abteilung Rohrleitungsbau um die Fern- und Ortsnetzgasversorgung. Unsere Firma qualifizierte sich auch für die DVGW-Bescheinigungen W1 und G1 und erhielt so die Berechtigung als eines der wenigen fränkischen Unternehmen, Stahlrohrleitungen aller Nennweiten und Drücke zu verlegen. Von nun an firmierte unser Betrieb unter OTTO HEIL Hoch-, Tief-, Straßen- und Rohrleitungsbau.

Standort Bad Kissingen

Die 80er Jahre
Nach dem Tod Otto Heils im Jahre 1981 übernahm Peter Heil senior die alleinige Führung des Unternehmens. Mit viel Gespür für wirtschaftliche Veränderungen und mit unermüdlichem Einsatz entwickelte er unser Familienunternehmen weiter. Peter Heil senior war indes nicht nur eine erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit. Er engagierte sich in hohem Maße auch im kulturellen und sozialen Sektor, etwa als großzügiger Förderer des weithin beliebten Bad Kissinger Sommer.

Als das alte Betriebsgelände im Herzen Bad Kissingens keine Erweiterung mehr zuließ, wurde eine Verlegung an einen Standort außerhalb des Stadtgebietes unumgänglich. 1986 siedelten wir den Bauhof auf eine 40.000 m² große Betriebsanlage ins fünf Kilometer entfernte Eltingshausen aus. Dort errichteten wir eine Transportbetonmischanlage, ein leistungsfähiges Betonfertigteilewerk und Unterstellhallen für Fahrzeuge und modernstes technisches Gerät. Drei Jahre später wurde der Neubau unseres Büro- und Verwaltungsgebäudes auf dem Betriebsgelände von Eltingshausen eingeweiht. Für Peter Heil senior stand außer Zweifel, dass die Zentrierung des Baubetriebes an einer Stelle und aus einem Guss eine wichtige Grundlage für den Erhalt des Unternehmens darstellt und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

1987 beschäftigen wir über 300 Mitarbeiter, überwiegend Fachkräfte, die im eigenen Betrieb ausgebildet wurden. Unser Unternehmen gehörte jetzt zu den ganz Großen der Branche in Nordbayern. Unsere Bauleistungen umfassten den Hoch-, Tief-, Straßen-, Rohrleitungs- und Schlüsselfertigbau. Wichtiger Höhepunkt unserer damaligen Tätigkeit und zugleich Einstieg in den Bereich Umweltschutz war der Bau der Zentraldeponie Wirmsthal für den Landkreis Bad Kissingen. Wirmsthal war und ist eine der fortschrittlichsten Deponien Bayerns, die durch zahlreiche innovative Maßnahmen und hohe Sicherheitsstandards eine herausragende Pilotfunktion einnahm.

Standort Leipzig/Taucha

Die 90er Jahre
Schon unmittelbar nach dem Fall der Mauer engagierte sich unser Unternehmen in den neuen Bundesländern. Im April 1991 eröffnete Peter Heil senior einen Betrieb in Taucha bei Leipzig als vollkommen selbstständige Baufirma. 1992 hat Dieter Knoblich die Geschäftsführung am Standort Taucha übernommen und die Geschicke des Unternehmens ab diesem Zeitpunkt maßgeblich mitbestimmt. Geprägt waren die 90er Jahre aber nicht nur von den neuen unternehmerischen Möglichkeiten, welche die Wiedervereinigung bot, sondern auch von der allgemeinen Rezession, die die Baubranche besonders hart traf. Die neue Marktlage verlangte von unserem Unternehmen einmal mehr hohe Flexibilität und Anpassungsvermögen. Nicht zuletzt dank qualifizierter und engagierter Mitarbeiter gelang es, nötig gewordene Strukturveränderungen zu meistern und sich an die neu entstandene Situation anzupassen.

Peter Heil junior

Anfang 1995 verstarb Peter Heil senior völlig unerwartet auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Sein Sohn Peter Heil junior schloss sein Ingenieurstudium
an der TU München ab und trat Ende 1995 als Geschäftsführer ins elterliche Unternehmen ein.

Übergabe der Geschäftsführung von Dieter Knoblich an Christoph Heil (2006)

Das neue Jahrhundert
Der jüngere Bruder Christoph engagiert sich seit 2002 als Geschäftsführer im Schwesterunternehmen Taucha. Peter Heil jun. benannte das Bad Kissinger Familienunternehmen 1999 um in OTTO HEIL Hoch-, Tief-, Ingenieurbau und Umwelttechnik und trug so dem Betätigungsfeld des vielseitigen Betriebs Rechnung.

Die Leistungspalette unseres Unternehmens umfasst heute den komplexen Roh- und Schlüsselfertigbau ebenso wie Brücken- und Straßenbau, Umwelttechnik und Rohrleitungsbau. Trotz einer nach wie vor schwierigen Lage in der Baubranche haben wir in den zurückliegenden Jahren kräftig, aber gezielt investiert. Gut aufgestellt und mit einer soliden wirtschaftlichen Basis ausgestattet, konnten wir die betriebliche Zukunft und den Erhalt unserer Arbeitsplätze wahren und weiter ausbauen.

 

 

100 Jahre OTTO HEIL - Bauen Sie mit uns auf die Zukunft.

Mehr dazu in unserer Festschrift

Anlässlich der 100-Jahr Feier am 5. Oktober 2007, pflanzte die Geschäftsleitung zusammen mit dem Ehrengast, Herrn Dr. Günther Beckstein, einen Baum.

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